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Zwei gegensätzliche Trends: Jobverluste gegen Fachkräftemangel

Die Zukunft des Arbeitsmarktes in den hochindustrialisierten Ländern enfaltet sich im Spannungsfeld zweier gegensätzlicher Kräfte: Auf der einen Seite müssen wir in den kommenden Jahren und Jahrzehnten damit rechnen, dass durch die sich verschlimmernde Klimakrise und durch weitgehende Automatisierung vieler Tätigkeiten Arbeitsplätze verloren gehen. Auf der anderen Seite herrscht schon heute in einigen Bereichen ein gravierender Mangel an Fachkräften, der sich vorderhand nicht durch Rationalisierung und Automatisierung ausgleichen lässt und sich in Zukunft noch verschlimmern wird.
  • Jobverluste durch aktuelle Krisen und längerfristige Entwicklungen
    • Landwirtschaft: der Verlust von Ackerflächen im Gefolge der Erderhitzung wird eine grosse Zahl von Bauern und Landarbeitern arbeitslos machen
    • Luftfahrt, Tourismus: Um den CO2-Ausstoss zu verringern, wird es in Zukunft weniger Fernreisen, insbesondere weniger Flugreisen, geben. Das verringert den Bedarf an Personal bei den Airlines, Flugplätzen und den Zulieferern
    • Fleischverarbeitung und -handel: weniger Fleischkonsum aufgrund eines Trends zum Veganismus, aber auch infolge einer Reduktion der Viehzucht, macht zahlreiche Stellen in diesem Bereich überflüssig.
    • Verwaltung, Sachbearbeitung, Callcenter: Ersatz menschlicher Mitarbeiter durch künstliche Intelligenz; Automatisierung von Abläufen; Kunden-Self-Service.
    • Web Design, Web Publishing: Websites können bereis heute ohne Programmierkenntnisse erstellt und veröffentlicht werden. Der Trend zum Einsatz von künstlicher Intelligenz ist ausgeprägt, und wir müssen damit rechnen, dass es in ein paar Jahren nur noch für ganz besonders anspruchsvolle Websites Designer und Programmierer brauchen wird.
  • Fachkräftemangel
    • Demographischer Rückgang: Die so genannten "Boomer", das heisst, Menschen, die in den ersten 20 Jahren nach Ende des Zweiten Weltkriegs geboren wurden, sind schon oder gehen demnächst in den Ruhestand. Auch Personen über 50 Jahre verschwinden vom Arbeitsmarkt, denn ältere Arbeitskräfte sind wenig nachgefragt. In vielen technischen und handwerklichen Berufszweigen gibt es immer weniger Interessenten an einer Lehrstelle.
    • Krisenbedingte Berufswechsel: Im Gesundheitswesen und in der Gastronomie kam es im Gefolge der Corona-Pandemie zu einem wahren Exodus der Arbeitskräfte. Nach der weitgehenden Aufhebung coronabedingter Beschränkungen kehrten, entgegen allen Erwartungen, Arbeitskräfte, die wegen der Pandemie aufgegeben haben oder entlassen wurden, nicht mehr zurück. In der Gastronomie könnte sich das mittelfristig wieder ändern, doch im Gesundheitsbereich wird es langfristig ohne eine grundlegende Verbesserung der Arbeitszeiten und Löhne zu keiner Entspannung kommen.
    • Mangel aufgrund fehlender Ausbildung und fehlenden Fähigkeiten: Neben Fachkräften in Gesundheitswesen und Gastronomie fehlen derzeit in der Schweiz auch Lehrer, Führungskräfte sowie Personen mit hoch entwickelten verbalen und sozialen Skills. Wie das Badener Tagblatt berichtete, waren allein im Aargau im Juni 2022 rund 330 Stellen für Lehrpersonen ausgeschrieben, ohne dass man damit rechnen durfte, bis Schuljahresbeginn alle zu besetzen. Nicht ganz so dramatisch, aber doch ernst ist auch die Situation in öffentlichen Verwaltungen.
    • Veränderte Anforderungen an die Arbeitsstelle: die Corona-Pandemie hat der Digitalisierung in vielen Unternehmen einen kräftigen Schub gegeben und einer grossen Zahl von Arbeitnehmenden erstmals die Arbeit von zuhause aus (Home Office) ermöglicht. Unternehmen, die hier zurückrudern möchten und diese Entwicklung nur als Notbehelf erachten, haben schlechte Karten. Insbesondere Führungskräfte schätzen die höhere Flexibilität und Autonomie, die ihnen ein hochdigitalisierter Betrieb gewährt.